Herzlich willkommen !!!

 

 Wir vom Verkehrs- und Heimatverein 1952 e.V. heißen Sie

auf unserem Internetauftritt recht herzlich Willkommen.

 

Klicken Sie sich auf unserer Seite durch.

Sie erfahren dabei etwas über unsere Aktivitäten oder

infomieren Sie sich über unser Heimatmuseum, in welchem wir 

über die Sandhäuser Geschichte einiges zusammengetragen haben.

  

Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Surfen!

 

 




Gelungener Heimat- und Kulturabend in der Synagoge

Teil 1-3

 

Rolf W. Maier, Günter Wittmann, Wilfried Hager, Jonas Scheid

Teil 1:

Es war ein gelungener Auftakt zu einer geplanten Reihe von Heimat- und Kulturabenden des Verkehrs- und Heimatvereins am 20. November, zu dem der erste Vorsitzende, Jonas Scheid, zahlreiche Gäste begrüßen durfte. Eine vollbesetzte Synagoge zeugte vom großen Interesse an dieser Veranstaltung. Hierbei wurden den Anwesenden drei Persönlichkeiten vorgestellt, die für die Geschichte unserer Gemeinde von Bedeutung sind: Nathan Straus, Augustin Brettle und Edmund Kaufmann.

Den Auftakt machte der ehemalige Mitarbeiter des Ortsbauamtes, Wilfried Hager, der sich seit langer Zeit mit der Geschichte unserer Gemeinde und bedeutenden Persönlichkeiten befasst. Er stellte den Besuchern den jüdischen Wohltäter und Menschenfreund Nathan Straus vor. Hierbei zeigte er Bilder, die er von der ‚Straus-historical-society‘ aus der Gegend von New York erhalten hat.

Der Einfluss von Nathan Straus auf Sandhausen kann kaum überschätzt werden kann. Aus dem pfälzischen Otterberg wandere die Familie Straus 1854 nach Amerika aus. Über Georgia und nach den Wirren des Bürgerkrieges kam die Familie nach New York. Nathan Straus war schon in früher Jugend sehr geschäftstüchtig und brachte es zum Teilhaber am Kaufhaus „Macey’s“.

Seine Frau, Lina Gutherz, die er 1875 heiratete, lernte er auf einer Reise nach Deutschland l in Mannhein kennen. Lina Gutherz-Straus sollte ihn bis zu ihrem Tode im Jahre 1930 in allen Dingen tatkräftig unterstützen. Sie schrieb 1917 über das Leben und Wirken ihres Mannes ein Buch: „Krankheiten in der Milch – Die Pasteurisierung“

Die Geschäftstüchtigkeit von Nathan Straus – er war Millionär – ist nur die eine Seite von ihm. Nathan Straus verstand sich als großen Menschenfreund. Es gab Dinge, die er vornahm, welche zur damaligen Zeit alles andere als selbstverständlich waren: Finanzielle Unterstützungen und Mittagessen für Mitarbeiter, Bereitstellung von Ruheräumen und medizinische Versorgung. In New York eröffnete er auf eigene Kosten vier Herbergen. Hier konnten die Ärmsten für billiges Geld übernachten und frühstücken.

Ende des 19. Jahrhunderts war in Amerika die Tuberkulose-Krankheit weit verbreitet. Insbesondere verursachte verunreinigte Milch eine hohe Kindersterblichkeit. Nathan Straus sagte der Krankheit den Kampf an. Unbehandelte Milch stand unter Verdacht und errichtete 1892 auf eigene Kosten in New York ein Labor für die Herstellung und Lieferung von pasteurisierter Milch. Der Erfolg zeigte sich schnell: Die Kindersterblichkeit sank rapide.

Dies machten Straus zu einem unermüdlichen Aktivisten, trotz Widerständen von Milchhändlern, Politiker und Ärzten und so war ganz Manhattan mit Milchdepots versorgt. Die nationale Sterblichkeitsrate für Säuglinge in den USA fiel erheblich.

1907 besuchte Nathan Straus Deutschland. Hierbei kam er unter anderem nach Heidelberg und finanzierte er eine Einrichtung zur Pasteurisierung von Milch, welche der damaligen Kinderklinik angegliedert war. Anschließend wurde dies auch in anderen Orten, wie in Sandhausen, vorgenommen.

Anfang des 20. Jahrhunderts herrschte in Sandhausen eine sehr hohe Kindersterblichkeitsrate. Alte Quellen erwähnen sogar, dass Sandhausen an erster Stelle innerhalb von Nordbaden gestanden haben soll. Diese betrug 46 bis 47 Prozent. Auch hier lag die wahrscheinlichste Ursache darin, dass die Kinder keine sterilisierte Milch zu trinken bekamen.

Mit Unterstützung von Nathan Straus wurde gegenüber dem alten Rathaus eine öffentliche Milchküche eingerichtet, welche am 1. Februar 1908 ihren Betrieb aufnahm. Anfangs wurde die pasteurisierte Milch aus der Heidelberger Milchküche geliefert, ab März 1908 belieferten Sandhäuser Landwirte die Einrichtung. Diese, dann in der Straus’schen Milchküche pasteurisierte Milch, wurde an bedürftige Familien kostenlos verteilt.

In zwei Schreiben bedankte sich der damalige Bürgermeister Franz Hambrecht persönlich bei Nathan Straus und konnte mitteilen, dass die Kindersterblichkeit in Sandhausen erheblich zurückgegangen sei. 1907 und 1908 starben jährlich ca. 30 Kinder, die meisten davon an der unbehandelten Milch.

Das Wirken von Nathan Straus fand erhebliche Resonanz in der nordamerikanischen Presselandschaft. In nordamerikanischen Städten wurde die Straus’sche Milchküche in Sandhausen als vorbildliche Einrichtung dargestellt.

Nathan Straus kam immer wieder nach Deutschland. Dabei besuchte er auch die Einrichtung in Sandhausen. Bei diesem Besuch schenkte er dem Mitarbeiter Martin Herzog eine Uhr. Und Wilfried Hager konnte auch ein Bild von diesem Besuch zeigen. Die Enkelin von Herrn Herzog, die Sandhäuserin Rosemarie Stephan, hat dem Verein das Bild dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt und brachte die Uhr zur Veranstaltung mit.

Um 1914 zog sich Nathan Straus nach dem Tode seines Bruders Isidor aus dem aktiven Geschäftsleben zurück. Er wirkte danach weiterhin in erheblichem Umfang durch Unterstützung von sozialen Projekten in den USA und in Israel. Er spendete einen Großteil seines beträchtlichen Vermögens, unter anderem gründete er die Nathan-und Lina-Straus-Gesundheitszentren in Jerusalem und Tel Aviv.

Lina Gutherz-Straus verstarb am 4. Mai 1930. Sie hinterließ Nathan als einsamen Mann. Nathan Straus verstarb am 11. Januar 1931 in New York City und wurde 2 Tage später unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in New York beerdigt.

In Israel und auch in New York ist an Nathan Straus durch Straßennamen und Namen von Plätzen erinnert. Und es gibt auch eine Stadt in Israel, die ist nach ihm benannt: Die ca. 220.000 Einwohner zählende Stadt Netanja., nordwestlich von Jerusalem gelegen.

Zum Schluss seiner Ausführungen bedankte sich Wilfried Hager bei Frau Joan Adler von der Straus historical society in den USA und Frau Kira Gebauer aus Kanada, die ihn mit Informationen und Dokumenten zu Nathan Straus versorgt haben.

 

Teil 2:

Die Anregung zur Beschäftigung mit Dr. h. c. Augustin Brettle kam von Wilfried Hager. Rolf W. Maier, gebürtiger Sandhäuser, beschäftigt sich seit sechs Jahren mit den Biografien der Familie Brettle. Über Andreas Brettle, Vater des Augustin Brettele, publizierte Maier ebenfalls, der im Übrigen 1980 vom Gemeinderat in den Redaktions-ausschus des Heimatbuches gewählt wurde.
Im Folgenden teilt Maier das Leben des Augustin Brettle (1841-1925) in vier Etappen ein.Seine Ausbildung begann 1857 in der katholischen Volksschule, sie wurde In Freiburg im Breisgau mit dem Gymnasium und dem Studium der Theologie fortgesetzt und beendet.
Maier schilderte ausführlich die ökonomische und politische Situation Sandhausens die Dekade der 50er Jahre des 19. Jahrhunderts. Die Dünengemeinde war geprägt durch die Landwirtschaft und Spezialkulturen: Krautköpfe,Hopfen (ab 1666),Tabak und Spargel(ab 1855). Es gabe „viele reiche“ Hopfenbauern. Mit den ersten Zigarrenfabriken kam die Industrialisierung aufs Dorf – mit all ihren guten und schlechten Aspekten.Nun konnten die Arbeiterinnen und Arbeiter Geld verdienen, sparen und konsumieren. Eine hohe Kindersterblichkeit und Kinderarbeit  (in Landwirtschaft und Fabrik)gehörten zur Realität des damaligen Alltags.
Politisch ging es zu nächst nach den Revolutionsjahren 1848/49 etwas gemächlicher vonstatten, der katholische Bürgermeister Jakob Trotter  stand an  der Spitze der Gemeinde (1848-1852).Aber auf der nationalen Ebene waren die deutschen Staaten in drei Kriege verwickelt, bis dann 1871 die deutsche Einheit des Kaiserreichs gelang.
Nach dem Ausscheiden  des Kaiserreichs Österreich/Ungarn geriet der katholische Teil Deutschlands in die Position der Minderheit, und mit dem beginnenden Kulturkampf sollte diese
Gruppe, die im Großherzogtum Baden aber die Mehrheit stellte, um den  bisherigen gesellschaftlichen Einfluss zu behalten.Der Staat wollte als „liberaler“ Staat allein die Aufsicht über die kommunalen Schulen innehaben und mitwirken bei den Staatexamina der Theologen. Alle Schulen sollten nach Ansicht des Staates „Simultanschulen“ werden; so auch realisiert in Sandhausen mit dem Bau der heutigen Pestalozzi-Schule 1876, die nun gemeinsam von evangelischer,katholischer und jüdischer Schülerschaft besucht wurde.
Brettles Vorgesetzte reagierten auf ein Gesetz des badischen Staates, wonach bei dem  theologischen Staatsexamen ein Vertreter der Staatsbehörde dabei sein muss, mit der vorgezogenen Priesterweihe am 30.1.1871. Brettle wurde eine Gemeinde bei Karlsruhe zugewiesen. Zuvor hielt er einen Gottesdienst in seiner Heimatgemeinde, um aber anschließend verhaftet und verurteilt zu werden. Einer weiteren Verhaftung entzog er sich mit der Flucht nach Österreich/Ungarn und zwar in die Hauptstadt Wien. Von dort in die  Stadt Sargans,Republik Schweiz. Der Kaplan Brettle leitete als Rektor bis 1981 die Mittelschule der Stadt.
Nach Abflauen des Kulturkampfes kehrte Brettle wieder nach Baden zurück, übernahm nacheinander als Seelsorger verschiedenen Gemeinden im südbadischen Raum. Aufgrund seiner theologischen, musikalischen und organisatorischen Kenntnisse, bes. im Orgelbau, ernannte ihn der Erzbischof 1903 zum Mitglied seiner kirchlichen „Regierung“; zuständig für Kirchengesang, Leitung der Cäcilien-Chöre, Orgelbau und Glocken. Zudem tat er sich auch als Komponist
traditioneller Kirchenmusik hervor.
Am Ende seines Lebens verschlimmert sich sein Augenleiden, aber seine Anerkennung als Theologe erfährt er durch die Ehrung als Dr. honoris causa der Universität Freiburg 1920. Augustin Brettle starb  1925 in Freiburg.

 

Dr. Edmund Kaufmann fand keine Erwähnung im Heimatbuch,dabei ist er die Persönlichkeit, die weit über die Grenzen Baden-Württemberg hinweg führende Postionen eingenommen hatte.
Er ist unser Minister!!
Rolf W. Maier arbeitet seit Jahren an dessen Biografie, besuchte über 20 Archive in ganz Deutschland und will seine Studie im nächsten Jahr publizieren.
Maier sprach „nur „ über die Sandhäuser Kindheit des  späteren Ministers,1893-1901; er näherte sich dieser Persönlichkeit mit der Auswahl dreier Komplexe.
Zunächst berichtet er über die Familie des jungen Edmund, der eine Schwester und zwei Brüder hatte, von denen starb der junge Rudolf  in Sandhausen (1894-1897), der ältere Bruder fiel im 1. Weltkrieg. Seine Schwester Elsa, die später in Freiburg und Karlsruhe lebte, erreichte ein Alter von 100 Jahren.
Die Eltern stammten nicht aus Sandhausen;der Vater, geb. in der Nähe von Wertheim, zog 1889 nach Sandhausen, um dort als Postverwalter zu arbeiten.Die Mutter wurde in Eichtersheim geboren, sodass sogar mit der Bahn von Sandhausen zu den Großeltern relativ schnell gefahren werden konnte.Der Vater war auch gesellschaftlich aktiv.
Insgesamt stellt sich die Situation des nunmehr industrialisierter gewordenen Dorfes  widersprüchlich dar. Das „turbulente Jahrzehnt“ (Maier) der 90er  des 19. Jahrhunderts zeigte sich in folgenden Fakten: Gründung der SPD( 1892),Gründung der katholischen Zentrumspartei (1897),
Ringen um Rolle des kirchlichen Einflusses (Debatte um Turnerfest),Einschränkungen von neuen Gasthäusern, Streit zwischen Lehrern und Pfarrern,gescheiterte Bürgermeisterwahlen etc.
Zum Schluss erzählte Maier aus den Berichten und autobiografischen Texten über den Alltag der Familie Kaufmann. Besonders wichtig für die Familie war der Glaube und der Kontakt mit dem Pfarrer Dr. Franz Kempf, der sogar ein eigenständiges Gedicht über „Edmund.den Kleinen“ verfasste.
Evi und Christian Kaufmann (Sohn und Schwiegertochter Edmund Kaufmann) richteten von der Ferne herzliche Grüße an das heimische Publikum.

 

 


Sankt Martinsumzug 2022

Ein voller Erfolg für Sandhausen


Angst und Schrecken im Heimatmuseum

Ein schrecklicher Erfolg zu später Stund'

 

Grusel, Schauder, Tod und Gespenster", nach diesem Motto veranstalteten wir vom Verkehrs- und Heimatverein am 31. Oktober unsere gruselig schaurige Nacht im Museum zu Halloween. Viele junge Menschen waren an diesem Gruselabend im Museum schrecklich willkommen, so dass wir erfreulicherweise von einer riesigen Besucherschar wortwörtlich überrannt wurden.

Nach mehren Jahren Zwangsauszeit durften böse Geister spuken, finstre Gesellen und Monster im Heimatmuseum wieder ihr böses Spiel treiben. Einige Jahre hatten die unheimlichen Wesen im Sandhäuser Höllenkeller pausiert, bis sie in dieser Vollmondnacht zum Vorschein kommen durften, um im gruseligen Höllenkeller den Kindern und Erwachsenen gehörig Angst einzujagen. Bevor sich die Kinder aber an den Süßigkeiten und Muffins im modrigen Untergrund bedienen durften, mussten sie in jedem der sieben Museumsräume eine knifflige Frage über die Ausstellungsstücke beantworten. So ergaben alle Antworten zusammen das Lösungswort "K Ü R B I S".

Die Fragen waren zwar nicht sonderlich schwer, jedoch mussten die Abendgäste schon genau die einzelnen Räume nacheinander erforschen, um - teils mit und ohne Unterstützung der Eltern – das Wort herauszufinden. Erst danach durften sie in den Keller.

In diesem Jahr mussten die Gäste für den Einlass in den Keller das erste mal seit Bestehen der ersten Museumsnacht dafür sogar Schlange stehen, um nach der Lösung des Rätsels in den Höllenkeller tief herabzusteigen. Herr Tod, der vor der Kellerpforte die Kinder empfing, hatte in dieser Gruselnacht einiges zu tun. Bekanntermaßen hat der Tod nie Feierabend, so dass es ihm auch nicht schwerfiel, die todesmutigen Besucher mit seinem grimmigen Gesicht und schwarzem Umhang den Weg in den Höllenkeller zu weisen.Sodann führte der Weg die ängstlichen Entdecker an Toten, Skeletten und Monstern vorbei, die viele Jahre keine menschlichen Wesen mehr zu Gesicht bekamen. Schließlich waren auch sie von zahlreichen Besuchern erschrocken und doch sehr erfreut. Auf dem engen Kellergang bis in die Henkerskammers, der nur mit (LED)Kerzen beleuchtetet war, hörten die Besucher von irgendwo Gewimmer, Gejammer und Gezeter. Keiner wusste woher und vor allem von wem sie kamen. ….

In der Höllen- und Henkerskammer am Ende des schmalen Ganges empfing schließlich der finstere Henker mit seiner geheimnisvollen Truhe nur die mutigen und tapferen Kinder. Nachdem er die jungen Menschen über ihr kurzes irdisches Leben in Kenntnis setzte, öffnete er die Truhe mit den süßen Schätzen, von denen sich die Kinder nach ihrem Schrecken erleichtert bedienen durften. Neben den Kinder hatten auch die Eltern im schummrigen und modrigen Gruselkeller viel Spaß, wozu schlussendlich die süße Belohnung und die gruselige Atmosphäre des Höllenkellers beitrug.

Schließlich werden zum Weihnachtsmarkt wieder alle Skelette, Spinnen, Henker und Sensemänner im Keller für ein Jahr verschwunden sein. Zur Weihnachtszeit wird das Heimatmuseum wieder ohne Angst und Schrecken geöffnet sein.

 Für den VHV 1952: Jonas Scheid

 


Ehrungsempfang

Am 31. Juli führte der Verkehrs- und Heimatverein 1952 seine alljährlichen Ehrungen durch. Aufgrund von der schwierigen Lage in Zeiten der Corona-Pandemie musste diese Ehrung jedoch leider länger auf sich warten lassen. Dies konnte endlich an diesem warmen und sommerlichen Morgen in der ehemaligen Synagoge würdevoll nachgeholt werden.

Zum diesjährigen Ehrungsempfang standen so die Ehrungen der Mitglieder für 2022 und rückwirkend für 2020 und 2021 an. Von den insgesamt neunundzwanzig geladenen Mitgliedern ließen es sich zwölf Geehrte mit ihren Ehepartnern/inne nicht nehmen, zum Ehrungsempfang zu kommen und die Urkunde für ihre Treue zum Verein in der ehemaligen Synagoge persönlich vom Vorsitzenden Jonas Scheid entgegenzunehmen. Nachdem Jonas Scheid die anwesenden Mitglieder würdevoll begrüßte, überreichte er ihnen ihre Urkunden und das zugehörige Präsent. Dabei ehrte er sie für 50, 40 und 25 Jahre Mitgliedschaft im Verein. Eine lange Zeit, in der sich vieles im Verein und auch in Sandhausen verändert hatte. Hierbei bedankte sich Jonas Scheid bei den Ehrengästen für ihre langjährige Treue und Zugehörigkeit zum Verein, womit sie zur Pflege des Heimatgedankens und der Brauchtumstradition in unserer Gemeinde im besonderen Maße beigetragen haben.

Nach der offiziellen Ehrung gab es für die Ehrengäste in gemütlicher Runde ausgiebig Zeit, sich bei Sekt und Blätterteiggebäck über den Verein und seinen Aktivitäten auszutauschen und die neuen und alten Vorstände näher kennenzulernen.

Außerdem konnte vor und nach den Ehrungen das Heimatmuseum besichtigt werden. Dies hatte sich ebenso in den letzten Jahren mit der Hilfe der Mitglieder durch Spenden sowie Beiträgen erheblich verändert. So fielen den Gästen beim Herumgehen in den Museumsräumen die neuen Darstellungsformen von hochwertigen Glasvitrinen auf. Auch vom Umbau der Wandschränke zu beleuchteten Ausstellungsflächen und das Hopfenmodell waren die Gäste besonders angetan.

Auf diesem Wege bedanken wir uns nicht nur bei den geehrten Mitgliedern für ihre Unterstützung und Treue, sondern bedanken uns auch bei den vielen Mitgliedern, die mit ihrem Beitrag dem Verein über all die Jahre unterstützt haben.

Der Vorstand des VHV 1952


Jahreshauptversammlung und Neuwahlen der Vorstandschaft

Nachdem coronabedingt die anstehende Jahreshauptversammlung des Verkehrs- und Heimatvereines im vergangenen Jahr nicht durchgeführt werden konnte, war es am Freitag, den 8. Oktober 2021, wieder endlich soweit. Hauptanliegen war die Neuwahl der Gesamtvorstandschaft. Als Wahlkommission wurden die Mitglieder Rolf Maier, Sieglinde Köhler und Arthur Müller bestimmt, die gemeinsam die Wahlen dann in souveräner Weise leiteten.

 

Die Vorstandschaft besteht nunmehr aus folgenden Personen:

Jonas Scheid (1. Vorsitzender),

Günter Wittmann (2. Vorsitzender),

Lars Kieneck (Kassenwart),

Wilfried Hager (Schriftführer)

sowie als Beisitzer Friedericke Wettstein, Inge Maaßberg, Inge Schäfer, Elke Sanny-Zimmermann, Steffen Weickert, Gerd Stassen und Axel Schmitt.

 

Als Kassenprüfer wurden Joachim Claus und Willi Stahn gewählt. Satzungsgemäß ist der neue Vorstand für 3 Jahre gewählt. Die alte Vorstandschaft wurde durch die Wahl bestätigt und durch Wilfried Hager, Inge Schäfer und Axel Schmitt ergänzt.

Wie bei Jahreshauptversammlungen üblich, erstatteten der 1. Vorsitzende, der Kassenwart und der Kassenprüfer die einzelnen Berichte über die vergangenen Jahre. Jonas Scheid bedauerte rückblickend in seinem Bericht, dass es durch die Pandemie nicht möglich war, die liebgewonnen traditionellen Veranstaltungen des Vereines durchzuführen. Es bleibt aber zu hoffen, dass dies im kommenden Jahr wieder besser sein wird. Dabei blickte er in seinem Bericht auf Höhepunkte und Tiefen der letzten Vereinsjahre.

Erfreulich war, dass man in diesem Jahr die Renovierungsarbeiten im Museums vornehmen und fertigstellen konnte. Dadurch erhielten die Ausstellungsräume im Obergeschoss des Museums beleuchtete Vitrinen, welche in den alten Holzschränke untergebracht wurden. Dadurch wurden die Räume für die Besucher attraktiver gestaltet.

Die Finanzen des Vereins sind geordnet und vollständig – dies konnten und die Kassenprüfer Joachim Claus und Willi Stahn erfreut feststellen und somit dem Kassenwart Lars Kieneck ein besonderes Lob aussprechen. Da die Finanzen ordnungsgemäß geführt und auch beanstandungsfrei verbucht wurden, konnten der Kassenprüfer Joachim Claus sodann die Entlastung der gesamten Vorstandschaft beantragen, worüber dann einstimmig beschlossen wurde.

Nachdem seit etwa 20 Jahren keine Beitragsanpassung erfolgte, beschloss die Jahreshauptversammlung den Jahresbeitrag ab 2022 auf 8 Euro und ab 2023 auf 12 Euro anzuheben. Eine sehr moderate Anpassung, wie die Anwesenden anerkannten.

Die Versammlung befasste sich außerdem auch noch mit dem Thema „Blumenschmuckwettbewerb“. Insbesondere die bienenfreundliche Gestaltung der Grünanlagen erscheinen dem Verein wichtig, wobei man dies mit der Gemeindeverwaltung besprechen und anschließend weiter diskutieren wird.

Die Mitglieder Wilfried Hager und Rolf Maier gaben dann der Versammlung noch einen Bericht über ihre Recherchen zu historischen Themen und Persönlichkeiten in Sandhausen wieder, welche heute nicht mehr vielen bekannt sind. Die beiden konnten umfangreiches Material sichten und zusammentragen. Veranstaltungen und Veröffentlichungen dazu sind konkret in der Planung. Wir werden an dieser Stelle hierüber noch ausführlich berichten. Lassen Sie sich überraschen!




Besondere Aktivitäten:


Postkarten-Aktion 2020

Die Postkarten-Aktion war seit dem 1. August angelaufen. Wir freuen uns sehr darüber, dass die Nachfrage nach unseren Karten im Ort bis heute recht hoch war. Deshalb hatten wir Mitte August die Geschäfte mit weiteren Karten ausgestattet. Diese sind nach unserem Kenntnisstand abermals vergriffen. Anders als wir in unserer ursprünglichen Planung erwartet haben, war die Nachfrage erfreulich hoch. Dafür gilt unser herzlicher Dank und bestätigt unsere Sommeraktion. Denn mit dem Interesse für die Postkarte haben Sie einen kleinen Beitrag geleistet, Sandhausen in die weite Welt zu tragen. Wir werden vorerst jedoch keine weiteren Postkarten mehr auslegen. Voraussichtlich werden wir aber zur Weihnachtszeit eine weitere Postkarte herausgeben. Darüber werden wir Sie aber noch rechtzeitig informieren.

Vor allem erfreute uns auch die Anfrage der Theodor-Heuss Grundschule kurz vor Beginn der Sommerferien. Am letzten Schultag bekamen alle 4er Klassen von der Grundschullehrerin Frau Schwöbel-Sailer eine Postkarte überreicht. Verbunden wurde die Übergabe mit der Durchführung einer freiwilligen Sandhausen-Rallye. Dabei konnten die Schüler der Klasse 4e mit Hilfe der Postkarte den Ort erkunden. Ihr Weg führte die Schüler über den Lège-Cap-Ferret Platz an den Bronzeskulpturen vorbei zur Kirche. Der Abschluss der Rallye bildete das Heimatmuseum und der Lège-Cap-Ferret Platz. Vor dem Museum hat sich auch die Schulklasse für ein Bildergruß versammelt, um dem Heimatverein auch einen herzlichen Gruß auszurichten. Die Postkarte bot für die Schulkinder eine prima Gelegenheit, mit Spaß und Freude die Gebäude auf der Karte zu erraten und zuzuordnen. Wir wünschen deshalb auch vom Verkehrs- und Heimatverein 1952 allen Schülerinnen und Schülern für das kommende Schuljahr einen reibungslosen Start, alles Gute, viel Freude und Erfolg!

Für den VHV 1952: Jonas Scheid

Bild: Schwöbel-Sailer
Bild: Schwöbel-Sailer

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Hier erfahren Sie, was bei uns in letzter Zeit so geschah.